Kreditratgeber

Die günstige und sichere Baufinanzierung

Möglichkeiten zur Altersvorsorge gibt es viele. Wer ein Haus bauen und fremd finanzieren will, muss alles genau planen. Zunächst gilt es die eigene finanzielle Perspektive einzuschätzen und den monatlichen Betrag für eine Kreditrate festzustellen. Dabei sollte man möglichst realistisch sein um späteren Engpässen vorzubeugen. Empfehlenswert ist es bereits in diesem Stadium nachzufragen, wie hoch das Darlehen ausgehend von der monatlichen Rate, sein könnte. Man sollte nur das monatliche Einkommen verplanen und Sonderzahlungen unberührt lassen.

Für die Baufinanzierung gibt es Landesförderungen, die nach unterschiedlichen Kriterien vergeben werden. So eine Förderung kann möglicherweise einen Teil der Eigenmittel ersetzen.

Danach geht es zur Baukalkulation, bei der man zunächst nur eine grobe Schätzung der bevorstehenden Baukosten vornimmt. Kataloge und Kostenvoranschläge sind dabei unersetzlich. Der tatsächliche Preis wird oft höher als die Schätzung, das sollte man einberechnen. Eine gute Hilfe bieten Finanzierungsrechner, die man so gut wie bei jedem Finanzierungsanbieter online findet. Sie erlauben es den Finanzierungsbedarf grob zu ermitteln.

Jetzt kann der Weg zur Bank eingeschlagen werden. Es gibt zahlreiche Finanzierungsmöglichkeiten und Rückzahlungssysteme. Bevor man sich auf die dingliche Sicherung (Eintragung des Pfandrechts im Grundbuch) einlässt, sollte man alle Unbesicherten Kreditierungsmöglichkeiten ausschöpfen. Man kann aus einer Fülle von Anbietern und Angeboten wählen, vergleichen lautet hier die Devise! Jeder Finanzanbieter hat bloß eigenen Vorteil im Visiert, man sollte also immer kritisch prüfen, was einem angeboten wird.

Tipp: Berechnen Sie vor jeder Finanzierung die genauen Finanzierungskosten, bevor Sie den Kreditvertrag unterschreiben.


Tilgungsvarianten bei der Baufinanzierung

Man kann oft zwischen einem endfälligen Kredit mit Tilgungsträger und einem „normalen“ Kredit wählen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Oft ist es besser den Kredit monatlich zu bedienen. Ein endfälliger Kredit ist nur dann sinnvoll, wenn der Tilgungsträger tatsächlich mehr Erträge erwirtschaftet, als der Kredit ausmacht. Man trägt bei dieser Variante nicht nur das Währungsrisiko, sondern auch die Gefahr, dass der Tilgungsträger doch nicht so viel einbringt, wie versprochen.

Als Tilgungsträger können Anleihen agieren. Allerdings muss man bedenken, dass Rating A Anleihen nach Abzug aller Gebühren im Schnitt 4% abzüglich 25% KESt bringen, der Kredit kostet in der Regel mehr. Viele entscheiden sich für eine Lebensversicherung als Tilgungsträger, aber auch hier sind die Erträge meist niedriger, als die Kreditkosten. Die meisten Lebensversicherung investiert selbst in Anleihen, was die Ertragschancen nur schmälert. Zudem haben die Lebensversicherungen oft hohen Verwaltungsaufwand, der sich in übermäßigen Gebühren niederschlägt.

Etwas anders schaut es bei Aktienfonds aus, die grundsätzlich bessere Erträge erwirtschaften als Anleihen. Nachteilig ist hier bloß das höhere Risiko, das bei guter Kombination der Aktien minimiert werden kann. Unabhängig davon wie man finanzieren will, sind gute Nerven bei jeder Variante gefragt.